Sonntag, 19. Juli 2015

Leaving Kodiak


Heute müssen wir Kodiak verlassen. Nach dem Frühstück erst mal das Auto zurückbringen. Zum Flughafen sind es etwa 4 Meilen – wenn man nicht weiter fliegt, sollte man lieber ein Auto bei Budget in der Stadtmitte mieten. Preislich kaum ein Unterschied. Mit einer Minimalversicherung gegen Schäden kostet es ungefähr 125 Dollar pro Tag. Da das Best Western einen  Shuttle Service hat, kommt man aber auch gut wieder in die Stadt zurück. Die Fähre soll um 3 pm ablegen und jetzt ist es 11Uhr. Wir wollen schon mal die Tickets abholen, aber das Office hat noch zu. Ein Schild besagt, dass es um 12 Uhr öffnet. Gut, wir wollen ohnehin noch ins Aleutiq Museum. Eine interessante Ausstellung von Gebrauchsgegenständen, Kunst und Fundstücken der Native People und ein Film über ein Projekt zur Bewahrung alter Techniken beschäftigen uns eine Stunde. 5 Frauen wurden nach Finnland geschickt, um dort die vergessenen Techniken zu erlernen und hier den Natives wieder beizubringen. Am Beispiel eines schön verzierten Fellmantels wird es dort demonstriert, den man dann auch als Ausstellungsstück sehen kann. Zum Schutz der Tiere wurden einige Naturmaterialien aber durch künstliche ersetzt. Zum Beispiel die orangefarbenen Schnabel der Puffins wurden mit 3D-Druckern nachgemacht. Man erkennt keinen Unterschied. Die Felle sind noch echt – die Tiere sind nicht in ihrer Art bedroht.  

12.15Uhr – wieder am Office – wieder zu. Diesmal ein Zettel, dass sie nach Ankunft der Kennicott, das Schiff mit dem wir fahren wollen wieder da sind. Wir gehen noch einen Kaffee trinken in unserem Stammcafe (Harbourside Café) und sind um 13.15 wieder da. Wenn wir eine Stunde vor Anfahrt am Pier 2 sein wollen, wird es jetzt aber Zeit! Jetzt ist jemand dort. Typisch Alaska antwortet er auf meine Sorge zu spät zu kommen: „Relax, you have time enough“, und deutet auf ein Schild, das die Verspätung von 2 Stunden anzeigt. Mist, jetzt kommen wir erst um 2 Uhr nachts an – die einzige kurze Zeit, in der es hier dunkel ist. Und wir wissen nicht, wie wir zu unserem B&B kommen sollen. Mit dem Beachhouse haben wir vereinbart, dass sie die Tür zu unserem Zimmer aufpassen und unseren Namen daran heften. Ist wahrscheinlich auch egal, ob wir um 12 oder um 2 nachts ankommen. Wir hoffen auf ein Taxi…

Der Shuttle vom Hotel bringt uns mit dem Gepäck zur Fähre und –welche Überraschung- Fußgänger dürfen schon aufs Schiff. Die Kabine ist zwar noch nicht fertig, aber wir suchen uns ein schönes Plätzchen auf dem Sonnendeck, wo wir den ganzen Nachmittag auf der Liege verbringen – Kreuzfahrtfeeling mitten in Alaska! Es ist so warm, dass nackte (weiße!!) Beine und Sonnentop angesagt sind. Als Lunch haben wir uns ein Subway-Sandwich mitgebracht. Schöner können wir die Zeit nicht verbringen.

Um 17.15Uhr geht es auch wirklich los – der kalte Wind lässt uns erst mal wieder alle Schichten anziehen und betreibt uns dann in die Forward Lounge, wo wir das Meer vor uns haben.

Rausschauen, lesen, schreiben, eine entspannte Fahrt.

Im Gegensatz zur Tustumenia auf der Hinreise ist dieses Schiff größere und hat zum Dinner 3 Stunden geöffnet und auch eine Bar.





 

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