Ich werde wach, weil der Wind am Zelt rüttelt und Peter schimpft, dass mein Stativ auf sein Bett gefallen ist. Oh jeh, das hört sich wieder nicht nach Flugwetter an...
Wir gehen frühstücken. Nichts neues. Tom wird unruhig - heute geht dein Flugzeug nach Hause. Auch die anderen sitzen auf heißen Kohler. Zum Glück habe ich genügend Puffer eingeplant und wir sind entspannt, obwohl wir inzwischen auch von einer Dusche träumen.
In Homer werden wir später aber feststellen, dass uns dieser Tag mehr hier die Möglichkeit zum Heilbuttfischen kosten wird...
Dann die Nachricht, dass die beiden Flugzeuge in Homer gestartet sind. Wir packen wieder ein und gehen an den Strand. Keiner sorgt sich mehr um Bärenbegegnung dort. Wir wissen ja nun, wie wir uns verhalten sollen. Der erste Flieger ist in Sicht. Trotz Wind landet er sanft.
Eine Familie mit 2 Teenies (Junge mit Kopfhörer im Ohr und etwas schüchternes Mädchen) steigen aus.
Als erstes fliegen die los, die dringend weg müssen. Der zweite ist dann auch schon im Anflug und setzt ein paar Hundert Meter vor uns ein paar Tagesgäste ab, ehe er zum Camp rollt.
Während eingeladen wird gehe ich nochmal hoch, um mich von Lance zu verabschieden. Der steht mit den neuen Gästen vor dem Zelt, die Schaufel in der Hand und erklärt die Sache mit dem "bathroom" - blankes Entsetzen in den Gesichtern der Teens. No bathroom???????
Ich muss lachen und verabschiede mich.
Es wird ein wunderschöner Flug mit Sicht auf die Vulkane. Witzig: um den Schatten des Flugzeuges auf dem Wasser bildet sich ein Regenbogenkreis.
Wir landen nach einer Stunde in Homer. Die Leute vom Hallo Bay Office haben uns im Hotel eingecheckt und wir beziehen sofort unser Zimmer. Erst mal duschen - 10 Minuten heißes Wasser am ganzen Körper. Man merkt erst, wie schön das ist, wenn es mal nicht selbstverständlich war. Sauber und mit frischen Sachen gehen wir ein Heilbuttsandwich auf dem Spit essen. Dann versuchen wir, eine Fasching-Charter zu buchen. Das ganze Wochenende ist ausgebucht! So ein Mist! Kein Fisch also. Wir lassen uns bei 2 Companies auf die Warteliste setzen und buchen für Samstag die letzten beiden Plätze auf der Danny G (ein Schiff) nach Halibut Cover. Was ist hier los? Vor 7 Jahren waren wir fast allein hier und jetzt boomt hier der Tourismus??
Zurück im Hotel waschen wir erst mal unsere Campsachen. Nicht weil wir sie unbedingt brauchen, sondern weil sie vom Schlamm und Feuchtigkeit doppelt so schwer sind.
Zum Abendessen nochmal zu Captain Patty's. Wenn schon nicht Heilbutt fangen, dann wenigstens essen!
Ganz ungewohnt - heute haben wir 2 riesige Betten. Ich fand den Schlafsack gemütlicher und schlafe längst nicht so gut wie dort draußen.
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